Releases des Monats

November/Dezember 2023

15. Dezember 2023 | Kristoffer Cornils

Jemand hält eine Schalplatte von CC Hennix in die Kamera, im Hintergrund verschneite Berliner Stadtlandschaft.
©Kristoffer Cornils

Catherine Christer Hennix wurde in den vergangenen Jahren hin und wieder mit einem T-Shirt gesichtet, auf dem die Worte »Only visiting this place« zu lesen waren. Die Stippvisite ist nunmehr nach einem Dreivierteljahrhundert vorbei: Die Komponistin starb am 17. November in Istanbul. Die auch als Lyrikerin, Philosophin und Mathematikerin aktive Hennix hinterlässt, zumindest in Tonträgern mit Aufnahmen ihrer Werke gemessen, ein auf den ersten Blick schmales Werk. Der Schein täuscht: Als »infinitary composition« bezeichnete sie ihren Ansatz, der mathematisch ebenso wie spirituelle Gedanken in sich aufnahm.

Wie dieses dezidiert ausladende Konzept in Klang umgesetzt wurde, war in den vergangenen Jahren vor allem auf Veröffentlichungen wie »Solo for Two Tamburas« für das Berliner Label Care Of Editions oder erst im Herbst dieses Jahr auf »Solo for Tamburium« für Blank Form Editions zu hören. Ebendort erschienen mit der Stockhausen-Adaption »Unbegrenzt« sowie der Compilation »Selected Early Keyboard Works« in den vergangenen Jahren weitere Archivaufnahmen der zuletzt auch mit zahlreichen Berliner Künstler*innen in Projekten wie Chora(s)san Time-Court Mirage oder Born Of Six aktive Komponistin, die sich ebenso mit Hans Isgren und Peter Hennix unter dem Namen The Deontic Miracle zusammengetan hatte.

Hennix hinterlässt also ein Werk, dessen Breite und Tiefe kaum zu vermessen ist. Und das unbedingt erschlossen werden sollte, auch wenn ihr Besuch auf diesem Planeten nach nunmehr 75 Jahren beendet ist. Noch mehr Stoff für Ohr und Geist bieten die folgenden Releases – eine umfassende Werkschau von Veröffentlichungen von vor allem in Berlin tätigen Künstler*innen aus den Monaten November und Dezember, die field notes-Redakteur Kristoffer Cornils mit heftproduktionsbedingter Verspätung zum Jahresabschluss zusammengestellt hat. 

Wir wünschen damit sowie mit der kommenden Januar/Februar-Ausgabe von field notes viel Vergnügen und allen unseren Leser*innen nur das Beste fürs neue Jahr. 

Ale Hop – Ruinas Arqueológicas (SUPERPANG, digital) / Radical Archaeologies: Unearthing Lima’s Sonic and Poetic Landscapes (Norient, digital)

Mit gleich zwei Veröffentlichungen machte Alejandra Cárdenas in diesem Monat auf sich aufmerksam, zwischen beiden scheint – das deuten zumindest die Titel an – eine gewisse Verbindungen zu bestehen. »Ruinas Arqueológicas« für das italienische Label SUPERPANG versammelt elektronische Kompositionen Cárdenas’, die sie im Sommer letzten Jahres in den niederländischen Willem Twee Studios aufnahm. Der seit jeher in ihrem Werk spürbare Fokus auf das Zusammenwirken von Klang und Rhythmus ist darauf prononcierter denn je. »Radical Archaeologies: Unearthing Lima​’​s Sonic and Poetic Landscapes« produzierte die Wahlberlinerin als Teil des von Norient mit dem Goethe-Institut programmierten Podcasts TIMEZONES. Die von ihr sehr aufwändig gestaltete Folge bietet historische Einblicke in die Underground-Szene der peruanischen Hauptstadt Lima.

Andrea Burelli – Sonic Mystics for Poems (of Life and Death of a Phoenix) (DIY, LP/CD/digital)

Andrea Burelli vereint viele verschiedene Rollen in einer Person: Lyrikerin, Komponistin, Musikerin und Sängerin in Personalunion ist die in Berlin lebende Künstlerin. Für ihr auf eigene Faust veröffentlichtes Album »Sonic Mystics for Poems (of Life and Death of a Phoenix)« hat sie sich Verstärkung von Mari Sawada (Violine) und Sophie Notte (Cello) vom Solistenensemble Kaleidoskop geholt, um ihre Texte musikalisch in Szene zu setzen. Das Ergebnis ist so vielseitig wie sie selbst: Kunstlied trifft zeitgenössische Musik trifft Pop trifft elektronische Klänge.

Beam Splitter + Eivind Lønning & Espen Reinertsen – Beauties (Neither/Nor, CD/digital)

Bereits vor einigen Jahren tat sich das Berliner Duo Beam Splitter, bestehend aus der Vokalkünstlerin Audrey Chen und Experimental-Trompter Henrik Munkeby Nørstebø, mit Eivind Lønning an der Trompete und Espen Reinertsen am Tenorsaxofon zusammen. Für »Beauties« polylogisierte das Doppel-Duo an verschiedenen Orten eines Hauses per Nahmikrofonierung und Headset für durch elektronische Mittel erweiterte Improvisationen, von denen zwei hier festgehalten wurden. Spannungsgeladen, fast klaustrophobisch klingt das Endresult.

Eric Bauer & Carina Khorkhordina – Eric Bauer & Carina Khorkhordina (Zoomin’ Night, MC/digital)

Perkussionist Eric Bauer und Trompeterin Carina Khorkhordina nahmen ihr selbstbetiteltes Album in nächster Nähe auf, veröffentlicht wurden die Aufnahmen ihrer ortsspezifischen Performances am beziehungsweise im Groß Glienicker See, am Mercedes Platz, in der Drontheimer Straße und dem Nassen Dreieck allerdings in China über Zhu Wenbos stets verlässliches Label Zoomin’ Nights. Das Album erzeugt dann auch die Erscheinung einer Ferne in einem benjaminschen Sinne: Sie sind durch und durch auratisch. 

Jan Gerdes – Songs and Improvisations (XJAZZMUSIC, LP/CD/digital)

Ein Titel wie »Songs and Improvisations« bringt schon auf den Punkt, was vom neuen Album des Berliner Pianisten Jan Gerdes zu erwarten ist. Doch wäre damit noch lange nicht alles über die via XJAZZMUSIC veröffentlichte LP beziehungsweise CD – die Vinyl-Version bietet leider drei Stücke weniger – gesagt. Der als Interpret zwischen klassischer Musik, Jazz und zeitgenössischen Ansätzen aktive und vermittelnde Musiker lässt seine unterschiedlichen Einflüsse sanft miteinander schwingen und beweist selbst in formstrengen Momenten immer ein lockeres Handgelenk. Diesen Liedern und Improvisationen wohnt etwas Introspektives inne, doch sind sie zugleich von unbändiger Lebendigkeit.

John Eckhardt – PALAEODUBFOLK (DIY, MC-Box-Set/digital)

Allein über den Titel des neuen Albums von Bass-Weiterdenker John Eckhardt ließen sich vermutlich Bände schreiben und das, was in »PALAEODUBFOLK« drinsteckt, ist nicht minder vielschichtig und polysemisch. Die zwölf gleichermaßen formstreng wie freiförmig wirkenden Aufnahmen – eine Tramp-Orgel, Flöten, eine Harpeleik-Zither und eine Mbira kamen unter anderem zum Einsatz – werden von 14 Postkarten aus einem die Musik begleitenden Fotoprojekt begleitet, in der MC-Box-Set findet sich allerdings auch ein bläulicher Stein – oder besser gesagt, ein Klumpen Schlacke aus schwedischem Boden. Es ist ein stimulierendes, multi-mediales Miteinander, das Eckhardt hier zusammenbringt.

Jules Reidy – Trances (Shelter Press, LP/CD/digital)

Seit Jahren schon erweitert Jules Reidy die tonalen und klanglichen Qualitäten der Gitarre sowie der eigenen Stimme. »Trances« auf dem französischen Label Shelter Press allerdings geht noch einen Schritt weiter als vorige Veröffentlichungen, darunter zuletzt die LP »World in World« für Black Truffle: Die Töne der nach Just-Intonation-Prinzip gestimmten Gitarre scheinen ungebunden durch den Raum zu wandern, flankiert von elektronisch stark bearbeiteten Akkorden und/oder manipulierten Feldaufnahmen sowie den per Autotune ebenfalls verfremdeten Vocals Reidys. Kurzum: Dieses Album trägt seinen Titel zurecht.

Limpe Fuchs – Alloa (Ana Ott, LP/digital)

Wenn es Limpe Fuchs nicht gäbe, müsste sie dringend jemand erfinden. Nur ob sich irgendjemand mit dem dafür notwendigen Vorstellungsvermögen finden ließe? So oder so legt Fuchs mit »Alloa« ein Album vor, auf dem sie entgegen dem Titel nicht ganz allein zu hören ist – Pit Holzapfel spielt auf einem Stück Posaune und Georg Trakl sowie Gertrude Stein sind indirekt durch ihre Texte vertreten. Und wann ist Fuchs schon jemals wirklich allein, wenn sie die Luft zum Schwingen bringen kann? »Alloa« ist so vielseitig und unberechenbar wie sie selbst. Auch dieses wildbunte Potpourri aus Klängen hätte sich schwerlich jemand ausdenken können.

Lucy Railton – Corner Dancer (Modern Love, LP/digital)

Die in Berlin lebende Interpretin und Komponistin Lucy Railton erweitert schon seit geraumer Zeit die klanglichen Potenziale ihres Instruments. Auf »Corner Dancer« greift sie dazu neben dem Cello unter anderem auf die Viella beziehungsweise Fidel, die Drummachine Roland TR-808, einen Buchla-Synthesizer sowie ihre eigene Stimme zurück. So groß das Instrumentarium auch sein mag, die Stücke bleiben reduziert und konzentriert: Selbst in seinen lautesten, verzerrtesten Momenten beweist dieses Album, dass auf kompositorischer Ebene weniger immer dann mehr ist, wenn das Wenige mit vielen Mitteln richtig in Szene gesetzt wird. Ein spätes Jahres-Highlight.

modernlove · Lucy Railton- Blush Study

Manfred Miersch – subharmonisch. 8 Stücke für Mixtur-Trautonium, Subharchord und var-Q-lator (Krautopia, CD/digital)

Der unter anderem am Theremin ausgebildete Musiker und Komponist Manfred Miersch ist ein Vermittler zwischen der elektronischen Avantgarde und ihrer Nachfolgegeneration, zwischen den Visionen Karlheinz Stockhausens und dem kosmischen Krautrock Berliner Provenienz. »subharmonisch. 8 Stücke für Mixtur-Trautonium, Subharchord und var-Q-lator« entstand als Produktion des Studios für Elektroakustische Musik an der Akademie der Künste und fokussiert sich, der Titel spricht es aus, auf elektronische Instrumente, die die Arbeit mit Untertönen ermöglichen. Mit insbesondere dem Subharchord verbindet Miersch eine lange Geschichte, und sein Wissen um die Funktionsweisen und Potenziale der von der Musikgeschichte eher vernachlässigten Geräte – nur der von Hajo Wiechers als Subharchord-Alternative entworfene var-Q-lator ist brandneu – wird hörbar: Sein Interesse an Drone und Loops äußert sich in frei fließenden Stücken, die nicht vor der Integration von Störgeräuschen in den Live-Mix zurückschrecken. Das Ergebnis ist ein klanglich ebenso wie kompositorisch (um nicht zu sagen improvisatorisch) einmaliges Album. 


Marta de Pascalis – Sky Flesh (light-years, LP/digital)

Marta de Pascalis nutzte für »Sky Flesh« für Caterina Barbieris Label light-years nur einen einzigen Synthesizer: Der Yamaha CS-60 ist so etwas wie das kleine Geschwisterkind des CS-80, auf dem einst der »Blade Runner«-Soundtrack geschrieben wurde. Die in Berlin lebende Komponistin spielt das Instrument auf nahezu liturgische Art: formstreng, hymnisch und doch immer nah an der Ekstase sind diese zehn Stücke, versuchen jedoch glücklicherweise zu keiner Sekunde, Retro-Charme zu erwecken. So klingt eine Gegenwart, die sich immer weiter Richtung Zukunft bewegt. 

Noise a Noise 23.3: Tolerance / Noise à Noise 23.4: Intolerance (Noise à Noise, digital)

Zum Jahresende ist bei Noise à Noise viel los. Das mittlerweile von Berlin aus betriebene Label veröffentlicht weiter Einträge in der »Music for Black Sine Wave«-Serie, dazu kommen Veröffentlichungen von unter anderem dem TEMBER Ensemble mit seiner wunderbar aufufernden »Moers Journey«. Ein klares Jahresend-Highlight ist die Doppel-Compilation »Tolerance« und »Intolerance« als die jeweils dritten und vierten Einträge des laufenden Compilation-Jahres. Wunderbare und doch manchmal dem Thema angemessen wüste Klänge aus dem weiten Spektrum elektronischer und elektroakustischer Musik von unter anderem Cedrik Fermont, Jesus Valenti & Niki Yaghmaee, Kian Hossein und natürlich Ehsan Saboohi.

Reinhold Friedl & Kasper T. Toeplitz – La fin des terres (zeitkratzer, 2CD/digital)

Reinhold Friedl und Kasper T. Toeplitz gehen an die Grenzen und nicht selten über sie hinaus – ob nun die ihrer Instrumente Klavier und E-Bass, Konzepte der Komposition und Improvisation oder der zwischen Musik und was jenseits von ihr noch mit Klang möglich ist. »La fin des terres« kontrastiert ein Zusammentreffen der beiden im Studio sowie einen gemeinsamen Auftritt beim Festival Les Instants Chavirés in Montreuil vor knapp einem Jahr. Dräuend und droneig klingt beides, offenkundig ist das Duo weniger interessiert an der Gestaltung dramaturgischer Erzählungen als vielmehr an Verdichtung von Intensitätswerten durch Klang. Davon gibt übrigens es (in Zukunft) noch mehr zu hören: Mit Toeplitz’ »Érosions programmées« sowie Friedls im Januar erscheinender Kollaboration mit Martin Siewert auf Karlrecords, »Lichtung«, kann es gleich weitergehen. 


Robert Lippok – What Is Dance? (singuhr_editions, 7”-Box-Set)

»What Is Dance?« lautete der Titel einer von singuhr – projekte im Meinblau Projektraum präsentierten Installationsarbeit  Robert Lippoks, deren zur Veröffentlichung überarbeiteter Soundtrack nun im eher ungewöhnlichen Format des 7”-Box-Sets erscheint. Inspiriert von Klangkünstler Joe Jones arbeitete Lippok mit verschiedenen, mechanisch gespielten Klangobjekten, um drei Tänze aus Henry Purcells »The Fairy Queen« zu interpretieren. Die beiden Stücke auf der Platte setzen auf Raumklang und Rhythmus, die zwei digitalen Boni noch deutlicher auf elektronische Verdichtung und die Macht der Wiederholung. Tanzbar ist das alles.

Sam Dunscombe – Two Forests / Oceanic (Black Truffle, LP/digital)

Zwei Klangbetten für von Psychedelika begleitete psychotherapeutische Ansätze basierend auf viel Vogelgezwitscher und Meeresrauschen: Ein bisschen wirkt es auf den ersten Blick so, als wolle Sam Dunscombe mit der Konzeption und Ausgestaltung von »Two Forests / Oceanic« im Esoterik-Bingo alle Kreuzchen auf einmal machen. Der Eindruck täuscht aber, und das nicht allein, weil New-Age-Platten sonst eher selten auf Just Intonation und Granularsynthese setzen, wie Dunscombe es bei der Bearbeitung der zugrundeliegenden Field Recordings tat. Diese Form des klanglichen Worldbuildings nämlich packt die Bedeutung des Begriffs »Ambient« an seiner etymologischen Wurzel und bleibt jedoch konsequent subversiv. Ein kleines Meisterwerk der S(t)imulation.

Stefan Goldmann – Acustica (Macro, CD/digital)

Sowohl der Soundtrack als auch die teambildende Maßnahme für die field notes-Weihnachtsfeier stehen hiermit fest: Im DJ-Mix »Acustica« verwendet der Macro-Mitbetreiber Stefan Goldmann Aufnahmen von Werken der musikalischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, die er ineinander verschachtelt und miteinander in Ein- beziehungsweise Vielklang bringt. Das lädt zum gemeinsamen Rätselraten über die verwendeten Stücke ein und klingt obendrein noch fantastisch: Als erprobter Club-DJ legt Goldmann neueste Potenziale Neuer Musik durch gekonnte Rekombinatorik frei.

Stefan Roigk – de—COMPOSED (Errant Bodies Press, Buch+2CD)

Die Klangkunst Stefan Roigks findet ihren Anfang in den Medien von Text und Grafik, weshalb »de—COMPOSED« als Künstlerbuch mit begleitender Doppel-CD die wohl umfassendste und angemessenste Dokumentationform seiner beständigen Arbeit mit Sound darstellt. Auf 144 Seiten bringt Roigk Fotografien seiner – nicht selten in Verbund mit Daniela Fromberg erarbeiteten – installativen Arbeiten, musikalische Grafiken sowie Libretti seiner Spoken-Word-Performances auf dem Papier miteinander in Bewegung. »de—COMPOSED« ist dabei nicht allein ein exzellent gestaltetes, das heißt schön anzuschauendes Buch und künstlerische Werkbiografie zugleich, sondern ebenso als intermediale Meditation über das Miteinander von Raum – ob nun der zweidimensionale auf dem Blatt, unsere dreidimensionale Umgebung oder die Mehrdimensionalität der Sprache(n) – zu verstehen. Es ist eine essenzielle Publikation, die von satten 33 Hörproben aus dem breiten Werk Roigks gebührend abgerundet wird.

 

Transparenzhinweis: Stefan Roigk ist seit Kurzem Vorstandsmitglied der inm – initiative neue musik e.V.

Stefan Schultze Large Ensemble – The Buchla Suite / A Handcrafted Tribute To Morton Subotnick (Jazzwerkstatt, CD/digital)

Zuletzt gastierte Stefan Schultze mit seinem Large Ensemble für das dreitägige Festival Handcrafted Tributes in Berlin, um den Verbindungslinien zwischen Jazz und elektronischer Musik nachzugehen – oder aber im Verbund mit anderen Musiker*innen neue zu ziehen. »The Buchla Suite / A Handcrafted Tribute to Morton Subotnick« entstand schon zuvor und wurde im Herbst letzten Jahres aufgenommen und ist geprägt von dem Versuch, das Large Ensemble in Anlehnung an das Werk des »Silver Apples to the Moon«-Schöpfers in Schultzes Worten »wie zehn Oszillatoren aufzustellen«. Das Ergebnis ist dementsprechend faszinierend: Akustisch-elektronische Musik quasi, Maschinen-Jazz, ein Gerät mit kuriosem Eigenleben. Unerhört.

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Two hands hold a red, semi-transluscent vinyl record

Releases des Monats | März 2024

Viele der zahlreichen Monats-Highlights entstanden in Kollaboration: Bauer + Katharina Schmidt, Hanno Leichtmann & Valerio Tricoli, das Duo HJirok, Marta Forsberg und ihr Bruder Tomasz sowie viele andere setzten auf Zusammenarbeit.

Bettina Wackernagel + ale hop (c) Heroines of Sound

Opposite Editorial | Alejandra Luciana Cárdenas und Bettina Wackernagel #27

Noch während uns die Pandemie mental in Atem hält, zerstört der Krieg in der Ukraine unser bisher für selbstverständlich gehaltenes Gefühl von Sicherheit und des friedlichen Zusammenlebens in Europa. Auch die Musik ist kein exterritoriales Gebiet, kein sicherer Zufluchtsort, auch sie...