Francois Sarhan
François Sarhan, (geb. am 30. September 1972, Rouen), studierte Komposition bei Brian Ferneyhough, Jonathan Harvey, Magnus Lindberg und Guy Reibel. Daneben studierte er Musikanalyse- und ästhetik, Cello, sowie Harmonie und Kontrapukt, Außerdem besuchte er Seminare von Jacques Roubaud an der Ecole des Hautes Etudes (Paris, 1999-2002) in Vergleichender Literaturwissenschaft. Es folgten Abschlüsse am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris in Musikanalyse (1999) und Komposition (2000).
Seine Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt, und verschiedene Solisten und Ensembles haben Sarhans Werke aufgeführt. François Sarhan ist daneben auch Regisseur seines eigenen Musiktheaters, sowie multinedialer Arbeiten, in denen er regemäßig auch selbst auftritt. Mit dem südafrikanischen Künstler William Kentridge arbeitete er für »Telegrams from the Nose« zusammen. Seit 2008 inszeniert er auch seine eigenen Werke, so zuletzt die Kammeroper »King Lear«. Ausstellungen seiner seiner visuellen Arbeiten (Videos, Collagen und Kunstbücher) wurden unter anderem in Johannesburg, Paris, Prag und Gent gezeigt.
Sarhan unterrichtete am IRCAM- Institut Paris von 2000 bis 2004, ab 1999 auch an der Marc Bloch Universität in Straßburg. 2015-2019 unterrichtet er Komposition an der Universität der Künste in Berlin und gelegentlich an der Musikhochschule in Dresden. Er schrieb das Buch »History of Music« (2002) und ist Iniator des Künstlerkollektivs CRWTH, das Multimediale Projekte seit 2000 schafft und aufführt.
2019 komponierte er eine Kammeroper für die Deutsche Oper Berlin, »Nacht bis Acht«, und arbeitet seitdem an einem work in progress namens »Log Book«. Außerdem führte er 2021 mit dem Ensemble Mosaik Regie bei einem Spielfilm : ABERWASISTABERMUSIK.
Im September 2024 hatte Sarhan ein Porträt beim Musica-Festival in Straßburg, wo seine Musik, seine Auftritte sowie eine Ausstellung seiner visuellen Arbeiten präsentiert wurden. 2024 wurde er zum Professor für Komposition an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, Österreich, ernannt.
Der Text entstammt der Webseite von François Sarhan.