Time to Listen: Programm Tag 1

Time to Listen 2024 c Stefanie Kulisch
©Time to Listen 2024 c Stefanie Kulisch

TAG 1: Donnerstag, 30. Oktober 2025

09:30 Uhr – Anmeldung und Begrüßungskaffee | Foyer

10:00 Uhr Grußworte und Offenes Netzwerkforum | Plenum | Studiofoyer

Begrüßung durch Iris ter Schiphorst (Stellvertretende Direktorin der Sektion Musik der Akademie der Künste) 

Begrüßung und Einführung durch Lisa Benjes (Leitung des field notes Programm) und Julia Gerlach (Sekretär der Sektion Musik der Akademie der Künste) 

Begrüßung und Einführung durch Lydia Rilling (Donaueschinger Musiktage, Sophie Aumüller (Impuls neue Musik) und Tuuli Lindeberg (Musica nova Helsinki / Northern Connection)

Offenes Netzwerkforum
Moderation: Fanny Martin und Peter Brownell 
Vertreter:innen von Netzwerken und Initiativen im Bereich der zeitgenössischen Musik diskutieren über ihre Rolle angesichts gesellschaftlicher, politischer und ökologischer Herausforderungen. Kurze Impulse und partizipative Dialogformate fördern den Austausch und neue Formen der Zusammenarbeit.

Teilnehmende Netzwerke:

  • Acoustic Ecology Lab (Tania Rubio)
  • Baltic Contemporary Music Network (Mykolas Natalevičius, Rolands Kronlaks, Mantautas Krukauskas)
  • EM Guide (Roberto Beseler Maxwell, Gabriella Gál, Verena Hahn)
  • Europäische Allianz der Akademien (Iris ter Schiphorst)
  • Futurs Composés (Grégoire Lorieux)
  • Heroines of Sound (Bettina Wackernagel)
  • International Association of Music Information Centres (Doris Weberberger)
  • Konstmusiksystrar (Anna Jakobsson)
  • Nexus Netzwerk / Frequenz Festival Kiel (Sherif El Razzaz)
  • Northern Connection (Tuuli Lindeberg, Musica nova Helsinki)
  • SHAPE+ (CTM)
  • Sounds Now (Heloisa Amaral, Ultima Festival)
  • Sound SIG Group (Salomé Voegelin und Anthea Caddy)
  • Tone List / Audible Edge Festival (Josten Myburgh)
  • Toolkit of Care (Magda Mayas)
  • ULYSSES Network (Heloisa Amaral, Ultima Festival)
  • Unrelated Narrations
  • Netzwerke, die sich gern im Rahmen des Forums vorstellen möchten, können sich gern jederzeit hier anmelden: info@field-notes.berlin 

11:30 Uhr – Parallele Sessions

  • Gabriella Gál, Verena Hahn, Roberto Beseler Maxwell: EM GUIDE - Ein Netzwerk unabhängiger Musikmagazine | Präsentation und Diskussion | Studiofoyer
    Es ist keine einfache Zeit für den Musikjournalismus. Die Musikredaktionen der allgemeinen Zeitungen schrumpfen, während Fans auf den soziale Medien direktere Nähe zu Musiker*innen zu finden scheinen als auf kostenpflichtigen musikjournalistischen Medien – was ebenso die Anzeigenkund*innen spüren. Folge ist nicht nur, dass der Beruf der Musikjournalist*innen unattraktiver wird, auch Musiker:innen kämpfen in einer übersättigten digitalen Landschaft um Sichtbarkeit. Bei »Time to Listen« präsentieren Gabriella Gál, Verena Hahn und Roberto Beseler Maxwell die Arbeit des EU-geförderten Netzwerks EM GUIDE, das unabhängige Musikmagazine europaweit verbindet.
     
  • Alexandra Cárdenas: Live Coding Networks – Eine persönliche Reise durch transnationale Systeme und feministische Dezentralisierung | Präsentation und Diskussion | Clubraum
    Diese Lecture-Performance beleuchtet vernetztes Live-Coding aus der Perspektive der kolumbianischen Komponistin und Live-Coderin Alexandra Cárdenas. Anhand von Projekten wie OFFAL, Shared Buffer, Livecodera, Estuary und Flok zeigt sie, wie quelloffene Plattformen und gemeinschaftlich entwickelte Strukturen eine dezentrale, grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglichen. Zudem reflektiert sie über Kommunikationskanäle – von Mailinglisten und IRC bis zu Slack, Discord und föderierten Netzwerken –, die den globalen Austausch im Live-Coding fördern. Die Session enthält audiovisuelle Ausschnitte und schließt mit einer kurzen Performance mit Estuary und Mitgliedern des Livecodera-Kollektivs. Das Publikum ist eingeladen, mitzuwirken.

12:30 Uhr – Mittagspause

13:30 Uhr – Parallele Sessions

  • Green Mobility – Netzwerke für ökologische Mobilitätskonzepte | Podiumsdiskussion | Studiofoyer
    Mobilität ist eine der zentralen Nachhaltigkeitsherausforderungen, vor denen der Musiksektor heute steht. Dieses Panel untersucht, wie kollaborative Ansätze zwischen Festivals, Spielstätten, Ensembles und Netzwerken dazu beitragen können, klimabewusstere Touring-Praktiken zu entwickeln. Wie kann Mobilität neu gedacht werden, ohne den künstlerischen Austausch einzubüßen? 
    Das Panel diskutiert Möglichkeiten, wie der Sektor CO₂-Fußabdruck erheblich verringern kann, wie zum Beispiel durch den Aufbau gemeinsamer Tourneen, die Reduzierung von einmaligen Auftritten und die Optimierung von Zeitplänen. Auch spezielle Tools, Leitfäden und Schulungen sind entscheidend, um den Wandel zu unterstützen.
    • Elie Peuvrel (AdK)
    • Clemens Hund-Göschel (Zafraan Ensemble)
    • Sherif El Razzaz (Frequenz Festival Kiel)
    • Jakob Fraisse (jazzahead! - Green Mobility)
    • Moderation: Sophie Aumüller
       
  • Offene Sessions | Clubraum und Besprechungsraum
    Eine Open Session ist ein flexibles Diskussionsformat, bei dem die Teilnehmenden spontan Themen vorschlagen können, die ihnen wichtig sind. Die Themen werden am ersten Tag während der Begrüßungsrunde gesammelt.

14:30 Uhr – Parallele Sessions

  • Rosanna Lovell & Stellan Veloce: Feministische Netzwerke in der zeitgenössischen Musik | Projektpräsentation und Gespräch | Clubraum
    Anhand von Beispielen feministischer Kollektive wie Konstmusiksystrar (Schweden), Sounding the Feminists (Irland) oder female:pressure (transnational) wird in der Session diskutiert, wie diese Netzwerke nachhaltige und gerechte Modelle in einem oft prekären Umfeld aufbauen. 
    Rosanna Lovell und Stellan Veloce teilen Einblicke aus ihrer langjährigen Arbeit in Kollektiven und Gruppen Gender Relations in New Music und Gather. Sie zeigen, wie feministische Netzwerke hierarchische Modelle in Frage stellen, indem sie unbezahlte Arbeit wie Kinderbetreuung, emotionale Unterstützung oder administrative Aufgaben in ihre Grundstruktur integrieren. Diese Praktiken verschieben Machtverhältnisse und eröffnen nachhaltige Alternativen zu vorherrschenden individualistischen, profitorientierten Modellen im Musikbereich. Die Session bietet den Teilnehmenden nicht nur ein Verständnis für die transformierende Wirkung feministischer Netzwerke auf die zeitgenössische Musik, sondern auch eine Vision dafür, wie die Szene insgesamt Fragen von Nachhaltigkeit, Kooperation und Ressourcenteilung neu denken kann.
     
  • Bradon Farnsworth: Digitale Ansätze für transnationale Zusammenarbeit | Präsentation und Gespräch | Studiofoyer
    Dieses Panel untersucht, wie digitale Technologien grenzüberschreitende künstlerische Partnerschaften verändern. Durch den Einsatz von Online-Plattformen und datenbasierten Entscheidungen im Bereich Touring und Zusammenarbeit können Künstler:innen, Organisationen und Spielstätten effizienter kooperieren, reisebedingte Emissionen reduzieren und logistische Hürden überwinden.
    • Tourbus, ein KI-basiertes Tool von Brandon Farnsworth

15:30 Uhr – Kaffeepause

15:45 Uhr – Laura Mello und Steffi Weismann (Errant Sound): Sonic Fragilities | Lecture-Performance | Studiofoyer
Laura Mello und Steffi Weismann geben in einer partizipativen Lecture-Performance Einblicke in ihre aktuelle Kooperation zwischen Errant Sound und Floating Berlin. Im Anschluss laden sie die Teilnehmer:innen zu einer gemeinsamen Diskussion ein.
Mello und Weismann präsentieren performative Beiträge, die direkt aus ihrer Zusammenarbeit mit Floating hervorgehen. Dabei entwickeln sie ein klangliches Geflecht aus Saiten, Resonanzkörpern – wie Dosen und Kartonboxen – und beziehen das Publikum aktiv in die entstehende Klanginstallation ein.
Die Diskussion kreist um Bedingungen, Herausforderungen und Möglichkeiten solcher Naturflächen (wie z.B. Floating Berlin) im Stadtraum für ein Künstler*innekollektiv. Es werden Strategien diskutiert, wie solche Orte von Künstler*innengruppen bespielt werden können, wie sich klangkünstlerische Prozesse langfristig gestalten lassen und wie kollektive Präsentationsformate aussehen können, die individuelle Autor*innenschaft respektieren und zugleich Transformationsprozesse ermöglichen. Dabei geht es auch darum, wie künstlerisches Arbeiten Raum für Experimente schafft, Grenzen aufweicht und neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von Ort und Klang eröffnet. 

16:30 Uhr – Parallele Sessions

  • Netzwerke jenseits von Institutionen | Podiumsdiskussion | Studiofoyer
    Freie Ensembles, Kollektive unabhängiger Künstler*innen und selbstorganisierte Initiativen spielen eine zentrale Rolle in der zeitgenössischen Musik. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen relationale Netzwerke – soziale Strukturen, die auf Vertrauen, geteiltem Wissen und gemeinsamen Werten basieren. Dieses Panel beleuchtet, wie solche informellen Strukturen flexible und solidarische Formen der Zusammenarbeit ermöglichen und Räume für nachhaltige künstlerische Praxis schaffen. Gleichzeitig wird diskutiert, wie institutionelle Rahmenbedingungen – mit ihren Förder- und Kuratierungslogiken – diese Verbindungen oft behindern oder fragmentieren und somit in einem Spannungsverhältnis zu diesen Netzwerken stehen.
    • Tania Rubio (tbc)
    • C-drík Fermont (Syrphe)
    • Holger Schulze (Universität Kopenhagen, Dänemark)
    • Magda Mayas
    • Rosanna Lovell (GRiNM/Gender Relations in New Music and gather collective)
    • Moderation: Julia Gerlach
       
  • Offene Session | Besprechungsraum
    Eine Open Session ist ein flexibles Diskussionsformat, bei dem die Teilnehmenden spontan Themen vorschlagen können, die ihnen wichtig sind. Die Themen werden am ersten Tag während der Begrüßungsrunde gesammelt.

17:30 Uhr – Abschlussrunde | Plenum | Studiofoyer

18:00 Uhr – Abendessen im Winehane am Hansaplatz

Bitte vorher hier anmelden!

 

Hinweis auf Konzerte in Berlin an dem Abend:

  • Imaginary Chambers | Ensemble LUX:NM
    • Bernhard Lang – Loops for small ensemble #1 (2025, UA)
    • Steingrimur Rohloff – Stresstest (2021)
    • Mirela Ivicevic – Heart Core (2021)
    • Lisa Streich – mole’s breath (2019)
    • Georgia Koumará – Neues Werk (2025, UA)
    • LUX:NM – Neues Werk (2025, UA)
      20h | Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal 
       
  • play date
    Neue Werke and Kollaborationen 
    mit Nic Collins, Michael Thieke und Nina Guo 
    20.30h | KM28
     
  • Jazzfest Berlin 2025
    25 Konzerte vom 30. Oktober bis 2. November 2025
     


Allgemeine Hinweise

Sprache
Die Konferenz findet auf Englisch statt.

Kosten
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung
Aufgrund der hohen Anmeldezahl ist die Registrierung leider geschlossen. Eine Eintragung auf die Warteliste ist weiterhin möglich.

Anreise: Akademie der Künste (Hanseatenweg 10)

  • S-Bahn: S3, S5, S7, S9 bis Bellevue (ca. 3 Min. Fußweg)
  • U-Bahn: U9 bis Hansaplatz (ca. 5 Min. Fußweg)
  • Bus: Linie 106 oder N26 bis Hansaplatz (ca. 5 Min. Fußweg)

Barrierefreiheit

Die Akademie der Künste am Hanseatenweg ist barrierefrei zugänglich. Der Veranstaltungsort verfügt über einen ebenerdigen Eingang, Aufzüge sowie barrierefreie Toiletten. Bei weiteren Fragen zur Barrierefreiheit oder für individuelle Unterstützung können sich Besucher*innen vorab an info@field-notes.berlin wenden.

Time to Listen c Stefanie Kulisch

Time to Listen: Programm Tag 2

Hier findest du alle Informationen zum Programm und Ablauf des zweiten Tags der diesjährigen Time to Listen-Konferenz.

  • Time to Listen
  • Time to Listen 2025

Zum Weiterlesen

Time to Listen 2025 Timetable neu

Ablaufplan

Der Ablaufplan der zweitägigen Konferenz kann hier heruntergeladen werden.

Netzwerkforum

Offenes Netzwerk-Forum

Am ersten Konferenztag, dem 30. Oktober um 10 Uhr, findet das offene Netzwerk-Forum statt, bei dem sich verschiedene Netzwerke vorstellen. Eine Übersicht aller beteiligten Netzwerke gibt es hier.

Time to Liste 2024

Liste der Teilnehmenden

Dies ist die Kontaktliste der Teilnehmenden, die der Veröffentlichung ihrer Namen zugestimmt haben – viel Freude beim Knüpfen neuer Kontakte!

Time to Listen c Stefanie Kulisch

Time to Listen: Programm Tag 2

Hier findest du alle Informationen zum Programm und Ablauf des zweiten Tags der diesjährigen Time to Listen-Konferenz.

ttl

Time to Listen 2025

Zum vierten Mal laden wir mit der Akademie der Künste am 30. und 31. Oktober 2025 zur Konferenz »Time to Listen – Nachhaltigkeit in der zeitgenössischen Musik« ein. In diesem Jahr stehen Netzwerke im Mittelpunkt.