Planetare Verantwortung. Klingende Gärten
Klanglandschaften 2026
Sa., 04.07.2026, 14:00 - 19:30 | 16567 Mühlenbeck
Sa., 04.07.2026, 14:00 - 19:30 | 16567 Mühlenbeck
Wunde(r) Erde
„Es ist unglaublich, dass es mitten im kalten, dunklen Universum einen Ort des Lebens wie die Erde gibt. Wir sollten uns immer bewusstmachen, dass wir auf einem kleinen, aber blühenden Planeten im sonst leblosen Universum existieren, dass wir ein planetares Wesen sind.“
(Byung-Chul Han)
Der Garten ist die Keimzelle unseres verantwortungsvollen Umgangs mit der Erde. Im Garten sind wir der Erde am nächsten: ihrer greifbaren, krümeligen Substanz und ihren Lebewesen. Millionen Gärtnerinnen und Gärtner rund um den Erdball sorgen für einen schonenden, den Artenreichtum erhaltenden Umgang mit der Erde. Schonen, so erinnerte der Philosoph Han, ist sprachgeschichtlich mit dem Schönen verwandt, das es immer wieder von Neuem zu schützen gilt.
Unsere Hörspaziergänge führen durch sechs Gärten, die sich durch ein naturverbundenes, also schonendes Gärtnern auszeichnen. Die ausgewählte Musik lässt uns die Schönheiten des Gartens und der Erde neu erleben. Ungewöhnliche Perspektiven entstehen durch die Begegnung einer mexikanischen Landschaft – per Instrumentalklang und Fieldrecordings – mit einem Brandenburger Waldgarten.
Ein Kompost wird zu einem instrumentalen Echoraum. Reale und imaginierte Insektenklänge vergegenwärtigen die Lebensräume der kleinsten Gartennützlinge. Künstlerisch präparierte Büsche und Stauden, unterstützt von Sonne, Wind und Insekten zaubern unerwartete Klänge, Farben und Strukturen. Prozesse des Entstehens und Vergehens werden als multikünstlerische Performance lebendig. Und eine Utopie wird wahr: zwei Celli musizieren – friedlich – mit einem Traktorrasenmäher, einer Motorsäge und einer Sense. – Die (Kunst)-Elefantin EWA aber, Symbol für die ungelösten Probleme auf der Erde, eröffnet und begleitet unsere Hörspaziergänge.
Der Eintritt ist kostenlos - auf Spenden können wir nicht verzichten.
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PROGRAMM
Samstag, 4. Juli 2026 – Schildow/Katharinensee
14.00 Uhr: Wiese am Kindelfließ (Zugang Ende Elisabethstraße)
Wunde(r) Erde
Die Erde braucht den Menschen nicht, die Menschen aber um ihres Überlebens Willen die Erde. Verstehen, achten, schützen und lieben wir sie, statt sie weiter zu zerstören. Multimediale Performance mit der Kunstskulptur Elefantin EWA für Violine, Texte, Stimmen, Electronics und Soundproduktion. Mit Andreas Winkler, Frank Maibier, Chris Münster.
15.00 Uhr: Victoriastraße 19
Kunst und Natur verbinden
„The River“ – interaktive Situationen des Gebens und Nehmens – gemeinsam mit dem Publikum
„Imagining Common Futures”. In einem Waldgarten mit kleinem See tritt eine mexikanische Naturlandschaft – per klanglicher Reflexion von Flöten, Percussion, Klangobjekten und Klarinette – in einen Dialog mit einer Brandenburgischen Waldgarten-Landschaft.
Mit dem mexikanisch-deutschen LEAM-Kollektiv (Tania Rubio, Komposition, Flöten; Sabine Vogel, Flöten, Objekte; Fernando Domínguez, Klarinette; Iván Manzanill, Percussion)
16.00 Uhr: Elisabethstraße 46a
Lebensraum für Tiere
„Let’s sit down and enjoy ourselves”. Mit ihrer Konzertinstallation verführt die Schweizer Komponistin Barblina Meierhans zum Genießen des Hörens in die Gartenlandschaft hinein. Auf Fieldrecordings aus der Gartenumgebung, ausgestrahlt von Hörmaschinen, reagieren Instrumente, und wir erleben einen nur für diese Zeit und diesen Ort typischen Musik-Natur-Hörraum.
Mit dem Ensemble Apparat
17.30 Uhr: Lindeneck 10
Geheimnis Erde
„For you are soil“. In der Komposition von Arne Gieshoff steht der Kompost als Echoraum für die Gleichzeitigkeit von Verfall und Erneuerung. Den Ausgangspunkt für das Happening von sich schichtenden und wieder zersetzenden akustischen Kompostsubstanzen bildet der „Chaos-Akkord“ aus Haydns „Schöpfung, ausgestrahlt von Lautsprechern und begleitet von Bläsern aus der Ferne.
Mit dem Ensemble Apparat
Anschließend gemeinsame Gesprächsrunde mit Gärtnerinnen, Musiker:innen, Publikum und EWA – bei Brot, Wasser und Wein