Lebensfäden

  • Neue Musik / Komponierte Musik
  • Konzert

Mit Werken von K. Devaux, E. Holz, M. Catranis und einer UA von Ajtony Csaba

So., 05.07.2026, 20:00 - 21:00 | Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal

Graphik
© Swami Silva

„Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Faden darin. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an.“ Das Chief Si’ahl zugeschriebene Zitat beschreibt auf größerer Ebene Vorgänge, die sich sowohl in den Kompositionen, als auch in der kammermusikalischen Aufführung selbst erkennen lassen.

Ein Werk entsteht nie ohne seine Vorgeschichte. So greift Keiko Devaux in „Arras“ klangliche Einflüsse auf, die für die Berufe ihrer Vorfahren stehen: Das Geräusch des Windes, der über die bäuerlichen Felder streicht, das Geräusch eines mechanischen Webstuhls sowie die musikalischen Traditionen (französische Chansons und amerikanisch-japanische Volksmusik) mit denen ihre Familienmitglieder ihre Identität zum Ausdruck brachten.

Das Spinnen der Lebensfäden, das in der indogermanischen Mythologie ein wiederkehrendes Motiv ist, wird in dem Werk „Kataklothes“ von Eres Holz zum Grundlage der Komposition: Die Figurationen der 10 Instrumente werden zu einem fortschreitenden „Choral“ verwoben, der zunehmend rhythmisch komplexer und spielerischer wird. Csaba Ajtony neues Werk „Taajuu“ (Haida für „Wind“) erweitert den Fokus auf die visuellen Komponenten im Ensemblespiel: Die Vernetzung von koordinativen Gesten und klangerzeugenden Bewegungen bildet den Ausgangspunkt der gemeinsam entwickelten Komposition.

Programm

Zafraan Ensemble

    Keiko Devaux »Arras« 2020
    Eres Holz »Kataklothes« 2015
    Ajtony Csaba »Taajuu« UA 2026
    Michaela Catranis »Inside the Veins of a Petal« 2025

Information

Standort:
Zeit:
  • So., 05.07.2026, 20:00 - 21:00
  • Pause: nein
Tickets:

Kontakt und Förderung

Mit Unterstützung der Azrieli Foundation und der Vertretung der Regierung von Québec in Berlin. In Kooperation mit dem Collegium Hungaricum Berlin und dem Konzerthaus Berlin.