Knistern
So., 07.06.2026, 12:00 - 17:00 | RICHTEN 25
So., 07.06.2026, 12:00 - 17:00 | RICHTEN 25
Wir freuen uns sehr, unsere Knistern Reihe am Sonntag 7. Juni 2026 für dieses Jahr weiterzuführen -
mit Bex Burch & duendita, das Gespräch moderiert von Tmnit Ghide -
am Sonntag mittag/nachmittag, mit Brunch von den Bad Apples.
Beide Künstlerinnen stellen Fragen an ihre eigene Praxis. Sie kommen mit Offenheit, Neugier und auch Verletzlichkeit, öffentlich zu experimentieren und über harte Themen und offene Fragen zu sprechen zu Knistern. Bex Burch baut neue Instrumente und erkundet mit „messy minimalism“ Themen wie Intuition und Vertrauen, während duendita in ihrem Set offen über Verletzlichkeit und ehrliche Selbstreflexion spricht. Nach den Sets kannst du bei einer offenen Unterhaltung mit Tmnit Ghide hören, wie aus persönlichen Fragen gemeinsames Erleben wird.
Bex Burch approaches Knistern with an openness to experiment in public “exploring solo and all this means externally and internally, finding sounds and instruments to play on the themes of intuition, not knowing, gravity, surrender and trust”. Thank you Bex for using our little space to try out a new step .. including building instruments, instruments as partners to play with.
duendita will bring questions of vulnerability and expression of radical honesty in their music to Knistern. They have practiced a diaristic and conversational approach to songwriting in the past two years. What happens when a deeply personal process becomes a public ritual and offering? In their set, they plan to reflect on how speaking from your own voice without abstraction can be a form of poetry in itself. Or how music production can be a way of processing emotions. And how honestly speaking about heavy topics can mean a release for others too, when they hear unspoken experiences articulated out loud.
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About Knistern
Knistern describes a crackling sound, and is also a metaphor for something that’s in the air between people, be it a crush or an argument. Something invisible that makes the relational space vibrate and spark. Something magical, intangible and not to be pinned down that is happening in the moment of relation to each other.
The series Knistern each time brings together two artists and a musical idea they are currently working on. They present their current work in a short set, and then have space to share their musical ideas in conversation with each other, a music journalist, and the audience. What happens in the space between the two artistic approaches, and what happens between people in the room in the conversation? And also, what happens between the sound and the review, the thinking, the tuning in, the conversation?
Knistern takes place in collaboration with Richten25, project space for improvised music in Berlin Wedding. What we also like about the idea of knistern is that it’s contingent and ephemeral. It lives in the present, and something amazing may come out, or maybe it’s just a brief moment in time.
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Bex Burch ist Komponistin, Perkussionistin, Instrumentenbauerin und Improvisatorin, deren Arbeit von Raum, Wiederholung und Aspekten des Chaos geprägt ist. Diese Themen kennzeichnen einen fortlaufenden Ansatz, den sie als „chaotischen Minimalismus“ beschreibt. Bex’ von der Kritik gefeiertes Debüt-Soloalbum „There is only love and fear“ aus dem Jahr 2023 erschien beim Chicagoer Avantgarde-Label International Anthem und wurde von The Guardian zum „Contemporary Album of the Month“ gekürt. Zuvor veröffentlichte sie Musik als Teil von Boing!, dem bei The Strut erschienenen „Cosmic Flock“ und dem von der Kritik gefeierten „Vula Viel“ und arbeitete mit einer Vielzahl unterschiedlicher Künstler wie Peter Zummo, Kuljit Bhamra, Evelyn Glennie, Tamar Osborn, Tony Buck und Macie Stewart zusammen. Neben dem Komponieren und Aufführen von Musik sowie der Leitung ihres DIY-Plattenlabels mischt und produziert Bex Alben, kuratiert Radiosendungen und organisiert „Kantine Musik“ – ein regelmäßiges Live-Musik-Event, das aus der stillen „Tradition“ entstanden ist, Musik zu machen, die Menschen füreinander zusammenbringt. In all ihren Arbeiten setzt sich Bex mit Ungewissheit, gemeinschaftlichem Schaffen und dem Potenzial der Musik auseinander, auf tiefe, unerwartete und intuitive Weise Verbindungen zu schaffen.
https://intlanthem.bandcamp.com/album/there-is-only-love-and-fear
duendita ist eine in Berlin lebende Künstler*in mit Wurzeln in South Richmond Hill, Queens, die nuyoricanisches Erbe in eine weitreichende, genreübergreifende Mischung aus Soul, Jazz und R&B einfließen lässt. duendita verbindet Soul, R&B, Jazz und experimentelle Klänge zu einer zutiefst emotionalen, genreübergreifenden Musik, die sich mit Identität, Beziehungen, psychischer Gesundheit und Selbstermächtigung auseinandersetzt. Mit dem aktuellen Album „existential thottie“ (2026) entwickelt duendita eine kraftvolle künstlerische Sprache weiter, die auf Verletzlichkeit, Heilung und Gemeinschaft basiert. Von der „New York Times“, „Pitchfork“ und „The FADER“ gelobt, schafft duendita intime und zugleich weitreichende Live-Erlebnisse, die sich zwischen Zerbrechlichkeit und kollektiver Energie bewegen. https://duendita.bandcamp.com/album/existential-thottie
Tmnit Ghide ist Eritreerin, geboren und aufgewachsen in Süddeutschland. Ihre Arbeit als DJ, Musik-Kuratorin und Kulturarbeiterin findet an der Schnittstelle von Kunst, Sound und Community statt. Sie ist die Gründerin mehrerer Plattformen und Initiativen, darunter Edition Dimtsi (Springstoff), ihre Radiosendung DiaspoRa.dio auf res.radio, Mitbegründerin der Kultur-Veranstaltungsreihe bun&beats, die Eritreische Kultur in den Mittelpunkt stellt, und Salon Dimtsi, eine Plattform für kollektive Hörpraktiken. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sie sich mit sozialpolitischen Fragen auseinander und verhandelt Sound als ein Archiv, in dem kollektive und individuelle Erfahrungen hörbar werden. 2025 erhielt sie das Kültüregemma Fellowship in Wien, in dessen Rahmen sie das Black Music Archive (Wien) entwickelte. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Fragen der kollektiven Erinnerung und des kulturellen Erbes und untersucht, wie Schwarze Musikgeschichte bewahrt, kontextualisiert und sichtbar gemacht werden kann.