Frank x İpek Odabaşı | Milchtritt | a.v.suals
Sa., 29.08.2026, 19:30 - 22:30 | Ida Nowhere
Sa., 29.08.2026, 19:30 - 22:30 | Ida Nowhere
Frank lädt zu seinem Duo-Konzert mit İpek Odabaşı ein.
Frank erschafft eine einzigartige Klanglandschaft im Spannungsfeld zwischen Noise und Musik. Sein Improvisationsset verbindet Andeutungen von Melodien, sporadische Rhythmen und aus analogen Klangquellen entstandene Soundstrukturen. Diese werden in die digitalen Signale eines No-Input-Mixers und weiterer elektronischer Geräte integriert. Ein zusätzliches Element ist eine modifizierte Resonatorgitarre: Angetrieben von einem Motor, einer Spule und einem geschlossenen Stromkreis werden ihre Saiten dauerhaft in Schwingung versetzt und erzeugen ein endloses Sustain. Dadurch entstehen sowohl klanglich als auch spieltechnisch völlig neue Ausdrucksmöglichkeiten.
İpek Odabaşı ist eine in Istanbul geborene und in Berlin lebende Noise-Künstlerin, Soundartistin, experimentelle DJ und Kuratorin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht experimentelle Musik – von Noise bis hin zu improvisierter Performance. Sie verbindet Samples und Field Recordings mit live erzeugten Klängen aus Hardware-Instrumenten und digitalen Systemen zur Echtzeit-Synthese, -Bearbeitung und -Transformation.
Außerdem treten an diesem Abend Milchtritt und a.v.suals auf.
Milchtritt ist das experimentelle Projekt von Philip Hölldobler. Im Zentrum seiner aktuellen Arbeit steht die Verbindung einer akustischen Stimme mit einer zweiten, synthetischen Stimme, die das akustische Signal als Grundlage nutzt und gleichzeitig auf dessen Spiel zurückwirkt. Beide verschmelzen in unterschiedlichen Intensitäten miteinander. Durch die Erweiterung manueller Instrumente mit elektronischen Prozessen entstehen improvisierte Klanglandschaften innerhalb einer vorgegebenen Form – zwischen Drone, Bellen, Quietschen und schillernden Rückkopplungen. Elektronische Eingriffe und akustisches Spiel verbinden sich zu einer dichten, stereophonen Klangwelt.
a.v.suals (Lilu Herlambang, Indonesien) verwischt die Grenzen zwischen Sehen und Hören. Jeder Lichtimpuls und jeder visuelle Fehler kann zur Klangquelle werden. Die in Berlin lebende Künstlerin arbeitet improvisatorisch und erforscht audiovisuelle Dissonanzen. Noise versteht sie als Ausdrucksform, das Visuelle als Ausgangspunkt einer neuen Notation.