Marion Wörle
Sa, 22/01/2022, 20:00 Uhr
Elektronische Musik / Musiktheater / Oper

robot opera R.U.R. - ROSSUMS UNIVERSAL ROBOTS (UA)


Musiktheater nach Karl Čapeks Klassiker

Blaupause für etliche Science-Fiction des 20. Jahrhunderts und Ursprung des Begriffs Roboter. 101 Jahre nach der Uraufführung bringen gamut inc und Gäste, der RIAS Kammerchor und der Deutsche Buchpreis prämierte Librettist Frank Witzel eine aktualisierte Fassung als Musiktheater auf die Bühne.
Isaac Asimov nannte es das „schlechteste wichtige Stück seiner Zeit“. Der Bruder des Autors schuf für das Werk den Neologismus „Roboter“. Karl Čapeks ROSSUMS UNIVERSAL ROBOTS reflektiert auch heute noch aktuelle Themen wie ökonomische und ökologische Katastrophen sowie menschliche Hybris.
Die Neufassung verwandelt diese Themen in eine groteske Welt, in der Zwischenwesen aus Menschen und Objekten sich durch ein elektronisches Klangrepertoire, komplexe Lichtchoreographien und optische Täuschungen bewegen. Unablässig verfolgt werden sie von der Masse der Menschen und Roboter, die der RIAS Kammerchor als Videoprojektionen in Orson Welles ‘scher Film Noir Ästhetik lebendig werden lässt.
Čapeks Stück war wohl eins der ersten, in denen die heute allseits präsente Auslöschung der Menschheit verhandelt wurde: die Roboter werden von einer Handvoll Wissenschaftler auf einer Insel entwickelt und in die ganze Welt verkauft. Sie sind organische menschenähnliche Wesen, keine mechanischen Apparate, die in einem Roboteraufstand die Kontrolle über die Insel und den Planeten übernehmen - dabei wird die gesamte Menschheit ausgerottet. Den Robotern fehlt nun allerdings die Formel zu ihrer eigenen Erzeugung. Zum Glück blieb auf der Insel ein einziger Mensch am Leben, der die Formel reproduzieren soll bevor alle Roboter dem Zerfall anheim fallen. Dieser letzte Mensch ist aber leider kein Naturwissenschaftler…

  • gamut inc, Frank Witzel: »robot opera R.U.R. - ROSSUMS UNIVERSAL ROBOTS« (2022, UA/DE)

RIAS Kammerchor | Chor der Menschen/Chor der Roboter

Ralf Sochaczewsky, Dirigent
Gina May Walter, Sopran
Georg A. Bochow, Countertenor
Ruben Reniers, Tanz, Choreografie
Patric Schott, Schauspiel
Nina Rhode, Bühne
Clara Franke, Carla Szerbinski, Kostüm und Maske
Olivia Oyama, Klangregie

Blaupause für etliche Science-Fiction des 20. Jahrhunderts, Ursprung des Begriffs Roboter. Die Neufassung führt in eine groteske Welt mit objektartigen Zwischenwesen, elektronischen Klanglandschaften, Lichtchoreographien und optischen Täuschungen.

https://theater-im-delphi.de

  • Bemerkungen zum Datum und Uhrzeit: Weitere Vorstellungen am 5. & 6.2. 2022 @ Comedia Köln
  • Theater im Delphi
  • Gustav-Adolf-Straße 2, Berlin
  • Barrierefreiheit: motorische Einschränkungen