Mi, 15/09/2021, 18:30 Uhr
Diskurs / Performance

Interferences: Live

SOUND-PERFORMANCE MIT FOKUS AUF DEN INTERFERENZEN (STÖRUNGEN) ZWISCHEN DER GESCHICHTE DES RADIOS UND DES KOLONIALISMUS.
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich (s. Buchungslink unten). Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Mit Hilfe historischer Radioaufnahmen aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Asien untersucht der Künstler meLê yamomo, wie das letzte Jahrhundert des Radiohörens unser Gehör auf bestimmte ästhetische und emotionale Hörgewohnheiten eingestellt hat.

Indem wir technische, kulturelle und psychologische Störungen entfernen, versuchen wir eine “ungebrochene” – störungsfreie – Übertragung sicherzustellen. Weniger Rauschen durch bessere Technik – und gleichzeitig ein Übertönen der indigenen Bevölkerung durch Programmgestaltung nach westeuropäischen Standards? Ist das die Kolonialisierung des Hörens?

Audiointerviews, historische Audioaufnahmen, elektronische Musik und eine Live-Performance des Trompeters Thijs van den Geest komponiert yamomo in „Interferences: Live“ zur Vertonung der endlosen Schleife kolonialen Scheiterns.

Die Arbeit basiert auf dem Hörstück Interferenzen, das von Deutschlandfunk Kultur im Rahmen des Schwerpunkts “100 Jahre Radio” 2020 in Auftrag gegeben wurde.

Konzept, künstlerische und musikalische Leitung: meLê yamomo
Zusätzliches Sound Design und Engineering: Thijs van den Geest
Performance: meLê yamomo und Thijs van den Geest
Interviews mit: Elizabeth “Betsy” Enriquez, Teilhard Paradela, Vincent Kuitenbrouwer, and Harry van Biessum

  • meLê yamomo

https://www.mfk-berlin.de/interferences/

  • Museum für Kommunikation
  • Leipziger Str. 16, Berlin