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Sa, 11/09/2021, 21:00 Uhr
Komponierte Musik / Musiktheater / Oper / Konzert

Pierre-Laurent Aimard | Frank Reinecke


Musikfest Berlin

Verschwinden kann etwas schnell und spurlos. Es geht aber auch anders. Gerade die Musik kann den Übergang von einer Dimension in eine andere zelebrieren, kann Schwellen überschreiten und dabei Spuren hinterlassen. Mark Andre ist ein Komponist, der die Aufmerksamkeit grundsätzlich auf extrem flüchtige Momente lenkt. Seit vier Jahren arbeitet er mit dem Münchner Kontrabassisten Frank Reinecke an einem Solo, das an die Substanz des Instruments geht und dabei seine leichte und zerbrechliche Seite zum Vorschein bringt. Es ist die „Beobachtung einer Musik im Verschwinden“, ebenso achtsam und poetisch wie nüchtern und materialistisch. Mark Andre beobachtet und erkundet jedes Instrument mit der Genauigkeit eines Forschers. Dabei sind Material und Geist für ihn keine Gegensätze. Schließlich klingt Musik im Hier und Jetzt. An ihren Rändern – und das heißt nicht selten im Verklingen - zeichnet sich jedoch ab, wonach Mark Andre in jedem seiner Werke sucht: nach Spuren, die nicht von dieser Welt sind.

  • Mark Andre: »un-fini III« für Klavier (1993 – 1995)
  • Mark Andre: »iv 18 „Sie fürchteten sich nämlich“« für Kontrabass solo, Kompositionsauftrag von Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und musica viva / Bayerischer Rundfunk, Uraufführung (2021)

Pierre-Laurent Aimard, Klavier
Frank Reinecke, Kontrabass

Das zweite Solokonzert mit Mark Andres Musik lotet die klanglichen Möglichkeiten von Klavier und Kontrabass aus. Das neue Werk ist in enger Zusammenarbeit mit Kontrabassist Frank Reinecke entstanden und führt bis an die Grenze des Hörbaren.

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  • Philharmonie, Kammermusiksaal
  • Herbert-von-Karajan-Str. 1, Berlin