Gerriet K. Sharma
Sa, 03/09/2022 - Sa, 03/09/2022
Klangkunst / Sound Art / Komponierte Musik / Konzert / Longplay (Austellungen, Installationen, überlange Konzertformate)

Interspecies


Präsenzen unwahrscheinlicher Raum-Zeit-Funktionen

Die Konzertinstallation balanciert auf der Schwelle zwischen Raum-Zeit Dimensionen: Auditive und visuelle Abgrenzungen werden hier aus dem Gleichgewicht gebracht und „a-synchronisiert“. Fünf performative Klangkompositionen machen dazu die vielfältigen Facetten zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren:innen hörbar. Durch das Aufeinandertreffen von 3D-Klang-Projektionen und den Performer:innen entstehen bisher ungehörte Raum-Zeitartefakte, wobei Klangarchitektur, Körper und Instrument als Vermittler von gelebtem, sozialem und virtuellem Raum agieren.
Die thematisch miteinander verknüpften performativen Aufbauten werden in der Spreehalle Berlin eingerichtet und durch zwei Klanginstallationen in Bezug aufeinander inszeniert. Insgesamt werden die Einrichtungen drei Mal ineinander übergehend von Akteuren:innen bespielt. In diesem Moment verwandeln die performativen Körper die Klangräume in Chiasmen von komponierten Raum-Zeit-Erfahrungen, in denen Objekt und Subjekt und die Annahme einer räumlichen Einheit, die dem kartesischen Raster zugrunde liegt, aufgelöst werden.
B i r d L 0 re ist ein hybrides Mensch-Maschine Stück, das sich mit der Frage von potenzieller Instrumentalität zwischen dem Kontrabass als Objekt und Klangkörper, dem Bassisten sowie einem 3-9-3 3D-Klangprojektor, der Skulptur ähnliche Klang-Objekte erzeugt, auseinandersetzt.
pasdedeuX ist eine performative Raum-Klang-Installation für 16 modellgleiche Turntables mit eingebautem Verstärker und Lautsprecher und zwei Performer:innen. Das Stück will vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Medienapparats und seiner Aufzeichnungs- und Abspielgeräte, die angeblich die Rekonstruktion und Manipulation jedes “live”-Moments ermöglichen, den Status quo konventioneller Konzert- und Theater-Situationen und deren charakteristische Verwendung von Klang, Erwartung und Code in Frage stellen.
Semaphor ist eine Raum-Klang-Komposition für zwei außergewöhnliche und zugleich irritierende Instrumente: Helder Tenorblockflöte und Ikosaederlautsprecher. Versteht man beide Instrumente als Klangprojektoren, die Klang skulptural erfahrbar machen, dann sind räumlich abgrenzbare Klang-Schichtungen und -Szenographien möglich, die in dieser Konstellation bisher kaum erzeugbar waren.

SPAT Kollektiv

Susanne Fröhlich, Blockflötistin
Meinrad Kneer, Kontrabassist
Verena Lercher, Medienkünstlerin
Denzel Tristan Russell, Medienkünstler
Gerriet K. Sharma, Klangkünstler

Die Konzertinstallation balanciert auf der Schwelle zwischen Raum-Zeit Dimensionen: Auditive und visuelle Abgrenzungen werden hier aus dem Gleichgewicht gebracht und „a-synchronisiert“.

http://www.spreehalle.berlin

  • Dauer: 03:00h, Pausen: keine
  • Bemerkungen zum Datum und Uhrzeit: 15 und 19 Uhr
  • Spreehalle Berlin
  • Reinbeckstr. 16, Berlin