03.Juli: Kunst, Klassismus und Neoliberalismus

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Jazzwoche Berlin #4

Kuppelhalle im Silent Green

Kunst, Klassismus und Neoliberalismus

Wie definiert sich Klasse und Klassismus allgemein in der Gesellschaft und im Kulturbetrieb? Was bedeutet Klasse 2022? Mit welchen Mitteln kann man die Fragestellung auf ein Arbeitsfeld anwenden, das strukturell besonders prekär aufgestellt ist wie der Jazz und die Improvisierte Musik als Künste, die ausschließlich in der Freien Szene ausgeübt werden und deren Akteur*innen genau deshalb aber einen bildungsbürgerlichen Hintergrund haben? Wer sind die Akteur*innen?

Musiker*innen und Wissenschaftlicher*innen sprechen in diesem Panel darüber, wie sich antiklassistische Lösungsansätze formulieren lassen für einen Bereich, in dem die Diskrepanz von gesellschaftskritischem Selbstverständnis und der praktischem Funktionsweise im sogenannten Markt groß ist. Ist Klassismus im Kulturbetrieb Jazz Speerspitze des Neoliberalismus und der Selbstausbeutung? Sozioökonomischer Hintergrund und Kunst - was sind gesellschafts- und finanzpolitische Stellschrauben, um Rezeption und Ausübung von Kunst (insbesondere von freier Kunst) wirklich gesellschaftlich zu verankern? Gesellschaftlich, systemisch, strukturell?

Teilnehmer:innen:

Dr. Francis Seeck - Kulturanthropolog*in (Dr. phil.), Antidiskriminierungstrainer*in und Autor*in
Cymin Samawatie - Musikerin, Vorstand IG Jazz Berlin
Dr. Aljoscha Paulus - Medien- und Kommunikationswissenschaftler

Kuppelhalle im Silent Green