Walt McClements – A Hole in the Fence (American Dreams, LP/CD/digital)  

Walt McClements hat sich früher in Indie-Bands verdingt, wurde dann aber dank Künstlerinnen wie Kali Malone und Pauline Oliveros auf andere Bahnen gelenkt. Letztere schließlich hat vorgemacht, dass das Hauptinstrument des US-Amerikaners noch ganz andere Qualitäten hat, als sie vom Kanon vorgeschrieben werden. Auf »A Hole in the Fence« experimentiert McClements dementsprechend auf dem Akkordeon mit Obertönen und Intervallen, schlägt eine Brücke zwischen dichtem Ambient und Minimal Music und lässt seine Erfahrungen als kostengünstig reisender Weltenbummler sowie sein Interesse an queeren Subkulturen in ein Narrativ einfließen, das er selbst als »fragmentiert« charakterisiert – obwohl dieses Album doch wie aus einem Guss gemacht ist.