Saba Alizâdeh – I May Never See You Again (30M, Vinyl/digital)

Als Saba Alizâdeh im Jahr 2017 sein Debütalbum »Scattered Memories« über das Berliner Label Karlrecords veröffentlichte, wurde das mit großer Begeisterung aufgenommen. Der Sohn des weltbekannten Komponisten Hossein Alizâdeh brachte darauf die Klänge der Kamantsche, einer in der klassischen iranischen Musik verwendeten Stachelgeige, mit aufregenden elektronischen Texturen zusammen. Der Nachfolger heißt nun »I May Never See You Again« und erscheint auf dem im Jahr 2020 gegründeten Hamburger Imprint 30M, das sich auf das Schaffen iranischer Komponist*innen spezialisiert hat. Auf dem Album differenziert Alizâdeh das Miteinander seines virtuosen Spiels mit Elementen aus der elektronischen Musik, Field Recordings und Musique concrète noch weiter aus. Dazu gesellen sich Gastauftritte, welche die Palette erweitern: Der Musiker Andreas Spechtl von der Band Ja, Panik ist auf gleich zwei Stücken zu hören, die in Wien lebende Klangkünstlerin Rojin Sharafi kollaboriert mit Alizâdeh für ein aufreibendes Stück, das den treffenden Titel »Hybrid« trägt. All das macht »I May Never See You Again« zu einer neuerlichen Sensation.