Pamela Z – A Secret Code (Neuma, CD/digital)

Die Veröffentlichungen von Pamela Z sind immer etwas Besonderes, und das nicht nur, weil die Diskografie der US-Amerikanerin bisher sehr überschaubar ist. Sondern eben auch, weil es sich bei ihr um eine Komponistin mit Seltenheitswert handelt. Bevor im Herbst dieses Jahres ihr Debüt Echolocation aus dem Jahr 1988 auf dem Label Freedom to Spend neu aufgelegt wird, ist A Secret Code ihr seitdem erst drittes Solo-Release. Im ästhetischen Zentrum des Albums steht die menschliche und also die eigene Stimme der versierten Sängerin, soll heißen auf inhaltlicher Ebene auch Fragen der Bedeutungsproduktion und Vermittlung von Sinn. Nicht selten bordern die acht Stücke an Sound Poetry, die bisweilen ihres repetitiven Charakters wegen an Philip Glass erinnern. Aber Z – ja, das ist ihr tatsächlicher und voller Nachname – unterläuft die vermeintliche konzeptionelle Schwere mit viel Humor und lotet nebenbei noch Anachronismen aus. Hier mimt sie eine Computerstimme, die aleatorisch Zahlen herunter rattert, dort liest sie beim Tippen auf der Schreibmaschine einen Brief vor: »My computer is broken. I’m sorry it’s taken me so long to write, but as you can see, I’m not very good at this.« Das mag vielleicht stimmen. Doch hat Pamela Z andere Qualitäten, die sie auf A Secret Code bravourös und doch bescheiden zur Schau stellt.

https://pamela-z.bandcamp.com/album/a-secret-code