COLLECTIVE PRACTICES

Mit der mehrmonatigen Reihe »COLLECTIVE PRACTICES« setzt sich das ACUD 2020 mit kollektiver Praxis im künstlerischen Schaffen, kulturellem Organisieren und gesellschaftlichem Zusammenleben auseinander. Über vier thematische Explorationen (#NARRATIVES / #KNOWLEDGES / #CARE / #RESISTANCE) soll mit den Teilnehmenden Kollektivität erforscht, verhandelt, erfahren und praktiziert werden. Durch die aktuelle Situation hat das Thema »COLLECTIVE PRACTICES« eine neue Dimension und Relevanz bekommen. Als Experiment konzipiert, gemeinsam mehr Erfahrung in kollektiver Praxis auf verschiedenen Ebenen zu erproben, wird das geplante Projekt von einer weltweiten Situation eingeholt.

Was kann kollektive Praxis bedeuten und wie können wir besser darin werden Kollektivität zu praktizieren – im kulturellen Schaffen, wie auch im gesellschaftlichen Leben? Wie können wir Leben und Arbeiten gemeinschaftlicher denken und praktizieren? Wie können wir Räume und Strukturen für temporäre und langfristige Communities schaffen und nachhaltig organisieren? Wie können wir im kulturell-künstlerischen Raum mit Erfahrungen und Praktiken experimentieren, die gesellschaftliche Impulse hinsichtlich eines gemeinschaftsorientierten und gleichberechtigten Denkens und Handelns in der Breite setzen können?

Der aktuellen Situation entsprechend wurde das »COLLECTIVE PRACTICES« Programm, das ursprünglich im April anfangen sollte, umstrukturiert, um “collective practices” auch auf die Dringlichkeit des aktuellen Moments zu beziehen. Anstatt die geplanten Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit zu verschieben, soll auf die aktuelle Situation durch ein (zunächst) online stattfindendes Programm einbezogen werden, das ganz konkret auf gerade aktuelle Fragen und Initiativen kollektiver Praxis eingeht, diese unterstützt und reflektiert. Was können wir auch aus der aktuellen Situation für zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen lernen, wie möchten und müssen wir uns neu organisieren? Mit den bereits bestätigten Künstler*innen wird aktuell daran gearbeitet, Teile ihrer Projekte, auch zu anderen geplanten Themen, online zu starten.

»COLLECTIVE PRACTICES« möchte die für die nächsten Wochen/Monate zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen, um aktuelle künstlerische Beiträge, praktische Erfahrungen und theoretische Überlegungen zu kollektiver Praxis, gerade auch in Bezug auf die aktuelle Situation, einbeziehen und honorieren zu können.
Sollten Sie gerade an etwas arbeiten, das für die Reihe interessant ist, senden Sie eine Nachricht an: collective.practices [​at​] acudmachtneu.de


Weiterführende Informationen zu »COLLECTIVE PRACTICES« finden Sie hier.