Jazzwoche Berlin #1

Montag, 24. bis Sonntag, 30. Juni 2019

Fast 40 Clubs, über 100 Veranstaltungen, 7 Tage und Nächte: Die erste Berliner Jazzwoche richtet den Fokus auf die freie Jazz- und Improvisationsszene der Hauptstadt.

Berlin gilt – weit über das Jazzfest und die großen Gastspiele einzelner Künstler*innen und Ensembles hinaus – spätestens seit den 1990er Jahren als internationaler Hotspot für zeitgenössischen Jazz und Improvisationsmusik, als Labor und Sammelpunkt einer Gemeinschaft visionärer Musikschaffender. Ehemals angelockt von günstigen Lebens- und Arbeitsbedingungen, heute von einer großen und vielfältigen Szene, die sich immer weiterentwickelt, ständig produziert und kooperiert.

Das Besondere an der Jazzwoche Berlin #1 ist: das Normale. Es gibt kein Festivalprogramm, nichts wird kuratiert – es passiert genau das, was immer passiert. Hochkarätiger Jazz verschiedenster Stilistiken in Ateliers, kleinen oder größeren Clubs, in Bars und Kleinstspielstätten.

Mit der Jazzwoche Berlin #1 soll dieses brodelnde Potenzial stärker in die Wahrnehmung des Hauptstadt-Publikums gerückt werden. Denn häufig laufen Konzerte der freien Szene unter dem Radar einer durchaus an modernem wie klassischem Jazz interessierten Öffentlichkeit. Das ist für Spielstätten, Musiker*innen, Veranstalter*innen oder Promoter*innen nicht nur künstlerisch bedauerlich, sondern führt auch immer wieder zu wirtschaftlichen Problemen.

Auch deshalb bietet die Jazzwoche Berlin #1 die Möglichkeit, nicht nur Jazz und improvisierte Musik zu hören, sondern auch über die Musik zu sprechen; über die Bedingungen, unter denen sie entsteht; über die Wahrnehmung von Jazz in den Medien und beim Publikum und natürlich über die Frage, was man heute überhaupt unter Jazz verstehen kann. In einigen Clubs werden vor den Konzerten Podiumsdiskussionen zu diesen Themen stattfinden.

Die weiter wachsende Relevanz der freien Jazzszene zeigt sich auch in neuen Kommunikationsformaten. field notes, das Magazin für zeitgenössische Musik der initiative neue musik berlin e.V. (inm) erweitert anlässlich der Jazzwoche Berlin #1 sein Programm um Jazz als eigenständige Kunstform. Schon ab Mai werden auf der Website www.field-notes.berlin alle relevanten Informationenaus den Bereichen zeitgenössische Musik, Klangkunst, Improvisation und Jazz der Hauptstadt zu finden sein.

Und damit das Publikum in der Fülle von Konzerten und Aktionen derJazzwoche Berlin #1 den Überblick behält, gibt es ab Mitte Mai auf der zentralen Website www.field-notes.berlin/jazzwoche den kompletten Konzertkalender und weiterführende Inhalte wie Clubportraits, Interviews mit Künstler*innen und Mitschnitte der Diskussionsveranstaltungen.

Inmitten der Jazzwoche Berlin #1 – am Donnerstag, dem 27. Juni – wird im Haus des Rundfunks an der Masurenallee zum dritten Mal der Berliner Jazzpreis verliehen, vergeben vom Berliner Senat und dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb). Diesjähriger Preisträger ist der in Berlin lebende TrompeterAxel Dörner, weltweit geschätzter Jazz- und Improvisationsmusiker, der seit vielen Jahren die Szene in der Hauptstadt prägt.

Über die IG Jazz Berlin

Initiatorin und Organisatorin der Jazzwoche ist die IG Jazz Berlin. Die IG (Interessengemeinschaft) Jazz ist das politische Sprachrohr der Berliner Jazzszene. Dazu gehört die gesamte Vielfalt der Musiker*innen, Veranstalter*innen und sonstigen Akteur*innen im Bereich der Jazz- und Improvisationsmusik.

www.ig-jazz-berlin.de

Teilnehmende Spielstätten und Projekte

A-trane / Artist Homes / b-flat / Badenscher Hof / Café Dujardin / Café Tasso / Donau115 / Future Bash / JAB Jazz aus Berlin / Jazz am Helmholtzplatz / Jazz im Kiez / Jazz im MIM im Musikinstrumenten-Museum / Jazzbar Zukunft im Zukunft am Ostkreuz / jazzkeller 69 / Jazzkollektiv Berlin / Jazzlights at Glühlampe / Klunkerkranich / KM28 / Kühlspot Social Club / Kunstfabrik Schlot / Orania.Berlin / Pianosalon Christophori / Peppi Guggenheim / Quasimodo / Social Music Series / Sowieso / The Hat Bar / Wabe / Werkstatt der Kulturen - World Wide Music / West Germany / Yorckschlösschen / Zig Zag Jazz Club

#jazzwoche