Berliner Label-Steckbrief: bastille musique / field notes #14

Was macht Euer Label aus?
Die Kompositionen und Interpretationen von großartigen Künstler*
innen, die alles geben. Und ein reduziertes Design, damit die
Aufmerksamkeit auf das Eigentliche, die Musik gelenkt wird.
Dabei werden alle Werke gleichwertig behandelt, egal ob sie vor
drei Jahren oder Jahrhunderten entstanden sind. Alle dürfen es sich
in Seidenpapier gemütlich machen.

Welche Künstler*innen sind bei Euch vertreten?
Zafraan Ensemble, Trio Catch, WDR Sinfonieorchester, KNM
Berlin, Holst-Sinfonietta, Opera Factory Freiburg, Neue Vocalsolisten,
Hans Christoph Begemann, Sunhae Im, Tanja Ariane
Baumgartner, Thomas Seyboldt, Klaus Simon, Petra Müllejans,
Sabine Bauer, Marie Deller, Christophe Desjardins, Pablo
Márquez, Michael Wendeberg, Nicolas Hodges, GrauSchumacher
Piano Duo, Yejin Gil, Titus Engel, Manuel Nawri, Emilio Pomàrico,
Peter Eötvös, Bas Wiegers, Brad Lubman, Jean-Michaël Lavoie,
Peter Rundel u.v.a.

Eure erste Platte?
Claude Vivier: Kopernikus

Welche Aufnahme muss man gehört haben?
Alle! Vor allem sollte man sie auch gekauft haben, damit die
Nahrungskette funktioniert. Am besten in den wenigen noch
bestehenden Ladengeschäften. We are not on Spotify.

Wie gut verkauft sich zeitgenössische Musik?
Die Rente ist sicher.

Und überhaupt, warum heute noch ein Label?
Nächste Frage, bitte.

Überwiegen die Vor- oder Nachteile in Berlin zu sein?
Gestern stand wieder in der Zeitung: »Berlin ist in der Pole Position
bei der Musikindustrie.« Ach so.

Liebster Klang-Musikort in Berlin?
Philharmonie, Pierre Boulez Saal, radialsystem, Musikbrauerei,
die Funkhäuser ...

Letzter und nächster Release?
Gerade erschienen: Wolfgang Rihm: Dort wie hier
Erscheint jetzt: Luciano Berio: Chemins

Nächste Veranstaltung mit Künstler*innen des Labels?
08.12.2019, Musikbrauerei: »Rencontre« mit Zafraan Ensemble
und Court-Circuit
09.12.2019, radialsystem: »Ohrknacker« mit Katharina
Rosenberger und Trio Catch