Workshops

Curating Contemporary Music

Weiterbildungslehrgang an der Hochschule für Musik in Basel

Der Kurs richtet sich speziell an Musiker*innen, die eigene Ensembles gegründet haben und in der freien Szene mit eigenen Projekten unterwegs sind. Auch Dramaturg*innen, Produzent*innen, Journalist*innen etc. sind selbstverständlich willkommen!

Unter Anleitung von erfahrenen Kurator*innen und Forscher*innen erhalten die Teilnehmenden in Workshops und Vorträgen die Möglichkeit ihre eigene kuratorische Praxis zu reflektieren und zu professionalisieren. Im Rahmen der Praxispartnerschaft mit dem Festival ZeitRäume Basel werden zudem kuratorische Konzepte für spezifische Projekte der Biennale für neue Musik und Architektur entwickelt und umgesetzt.

Lecturers: Björn Gottstein, Heloisa Amaral, Bernhard Günther, Daniel Ott, Theresa Beyer, Barbara Eckle, Brandon Farnsworth, Christine Fischer, Irena Müller-Brozovic, Michal Libera, Michael Kunkel, Anja Wernicke

Course management: Michael Kunkel, Anja Wernicke, Björn Gottstein

Mehr Informationen gibt es unter: www.sonicspacebasel.ch/curating und e-fleyer

Der Kurs findet in 4 Blöcken à 3-4 Tagen in Basel statt. Kurssprachen sind deutsch und englisch. Anmeldeschluss ist am 30.9.2020.

Costs: 3'400 CHF

www.sonicspacebasel.ch/curating

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Webinar: Veranstaltungsorganisation in Pandemiezeiten

Das Virus wird noch lange Teil unseres gesellschaftlichen Lebens bleiben und die Organisation von kulturellen Veranstaltungen stark prägen. Eine große Herausforderung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes wird darin liegen, die Durchführung von Veranstaltungen in Einklang mit dem Infektionsschutz zu bringen. Ab dem 2. Juni sind Veranstaltungen mit bis zu 150 Personen und ab dem 30. Juni mit bis zu 300 Personen, unter Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen, auch im Innenraum wieder erlaubt. In den nächsten Wochen gilt es deshalb, Konzepte zu erarbeiten, die eine Öffnung der Veranstaltungsorte möglich machen.

Die Informationsveranstaltung beleuchtet die Handlungsmöglichkeiten von Kulturschaffenden und Spielstätten in Pandemiezeiten. Neben der Frage nach der Machbarkeit kultureller Projekte und Veranstaltungen geht es im Schwerpunkt darum, Infektionsrisiken zu identifizieren und individuelle Schutzmaßnahmen herauszuarbeiten und umzusetzen. Mit den geeigneten Methoden können die politischen und virologischen Anforderungen so adäquat auf die Berufsrealität übertragen werden.

Referentin Anke Ulbrich
plan + stage | Büro für Veranstaltungsproduktion
www.plan-stage.de

  • Wann: Di. 16. Juni 2020, 16–18 Uhr
  • Wo: online via Zoom
  • Sprache: Deutsch
  • Anmeldung: Bitte registrieren Sie sich bis zum 15. Juni 2020 unter marketing [​at​] inm-berlin.de
  • Kosten: keine
  • Zielgruppe: Freie Spielstätten und Veranstalter*innen in Berlin
  • Veranstalter: field notes / inm und Tanzbüro Berlin
  • Kooperationspartner: Performing Arts Programm

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Workshop: Nice to meet you ...

Besucher*innen der zeitgenössischen Musik gehören vorwiegend einer kleinen Bildungselite an und auch die Hörerfahrung korreliert stark mit dem Wissen über die Kunstform. Jüngste Publikumsforschungen heben mit diesen Ergebnissen die Notwendigkeit hervor, neue Rahmenbedingungen zu schaffen, die verstärkte Partizipation und eine positive Hörerfahrung ermöglichen.

Im Zentrum des Workshops steht die Reflexion über das Verhältnis zum Publikum und wie Vielfalt der Stadtbevölkerung darin besser abgebildet werden kann. Müssen gängige Präsentationsformen von Musik hinterfragt werden, um mit bisher unerreichten Teilen der Gesellschaft in einen Dialog treten zu können? Inwieweit steht die Musik überhaupt in der Verantwortung, auf die sich ständig verändernden Lebenswelten des potenziellen Publikums zu reagieren? Sollte das Publikum bereits in der künstlerischen Konzeption mitgedacht werden oder genügen Vermittlungsformate für ein verbessertes Verständnis der Kunstform?

In dem Workshop sollen individuelle Strategien erarbeitet werden, die das Publikum zum Dialog einladen und eine aktive Beteiligung an der Musik, ihren Themen, Diskurs- und Denkräumen ermöglichen. Im ersten Teil des Workshops wird eine praktische, schrittweise Anleitung zur Erstellung und Umsetzung einer Strategie vorgestellt, die sich auf Statistiken und Konzepte aus der Forschung zum zeitgenössischen Musikpublikum und aus der Literatur zum Audience Development stützt. Gina Emerson wird außerdem Einblicke in Erkenntnisse ihrer Dissertation zur Hörerfahrung von Publikum zeitgenössischer Musik geben. Die Teilnehmer*innen können bestehende Projekt mitbringen und ausarbeiten oder neue Ideen im Workshop erarbeiten. Im zweiten Teil wird Meriel Price die kreative Gruppenarbeit anleiten und Anstöße für mögliche Begegnungsformen mit dem Publikum geben. Dabei soll es nicht um Audience Development im engen Sinn gehen, sondern vielmehr um eine Haltung bei der Ausrichtung von Veranstaltungen, die das Publikum mitdenkt. Ziel ist die Entwicklung individueller und kreativer Ansätze für die Erreichung eines neuen Publikums und eine nachhaltige Interaktion mit diesem.

Was ist Audience Development?

Audience Development ist ein weit gefasster Begriff für Aktivitäten kultureller Einrichtungen mit dem Ziel, Publikum anzusprechen und zu involvieren. Es umfasst Aufgaben aus verschiedenen Organisationsbereichen, die Aspekte von Programmgestaltung, Marketing und PR sowie Vermittlung abdecken. Audience Developement kann Teilnehmer*innen von Veranstaltungen nachhaltig an Organisationen binden sowie neue Besucher*innen gewinnen. Während das klassische Marketing einen starken Fokus auf die Quantität im Sinne einer bloßen Erweiterung der Reichweite legt, steht beim Audience Development die qualitative und nachhaltige Entwicklung des Publikums im Vordergrund und zielt darauf, das Gesamterlebnis des Besuchers positiv zu gestalten.

  • Wann: Fr. 5. Juni 2020
  • Wo: World Wide Web via Zoom
  • Dozent*innen: Gina Emerson und Meriel Price
  • Sprache: Englisch
  • Anmeldung erforderlich: Bitte melden Sie sich bis zum 01. Juni 2020 unter marketing [​at​] inm-berlin.de an
  • Kosten: keine
  • Zielgruppe: Der Workshop richtet sich insbesondere an Akteur*innen der freien Szene der zeitgenössischen Musik, ist aber offen für Interessierte anderer Sparten.
  • Veranstalter: field notes / inm

Ablaufplan:

9-13 Uhr Theorie/Strategieentwicklung mit Gina Emerson
13-14 Uhr Mittag
14-17 Uhr Erarbeitung eigener Formate mit Meriel Price

Kursleitung

Gina Emerson is a researcher and writer on contemporary music, based in Berlin. She is a PhD candidate in Musicology at the Institute for Cultural Innovation Research (IKI) at Hamburg University of Music and Drama. She has been working with the Ulysses Network for contemporary music since November 2016 and recently completed her doctoral thesis, Between the ‘Experimental’ and the ‘Accessible’: Investigating the Audience Experience of Contemporary Classical Music, as part of the Network’s Audience Research project. For this, she conducted audience surveys at contemporary classical music concerts from a range of institutions across Europe, including IRCAM, the Darmstadt Summer Course for New Music, Snape Maltings and the Ultima Festival. Prior to this, she was a Research Associate with the 3DMIN (Design, Development and Dissemination of New Musical Instruments) project at the Technical University of Berlin. Her research interests include audience experience, cultural participation, empirical aesthetics and the reception of contemporary music and new music technologies.

Meriel Price ist Saxophonistin, Performerin, bildende Künstlerin und entwickelt Musiktheaterwerke (u.a. staring at the bin im Auftrag der Münchener Biennale 2016). Sie spielt mit den Berliner Philharmonikern, Stargaze, Redux & anderen. Als Solistin arbeitet sie eng mit Komponisten zusammen, die Werke für sie schreiben. Sie kombiniert bildende Kunst mit Musik, z.B. schuf sie die Illustrationen für Wer ist der Mächtigste auf Erden?, das beim Luzern Festival aufgeführt wurde und als Buch im NordSüd Verlag erschienen ist. Ihre Illustrationen dienten auch als Vorlagen für Marionetten des Basler Marionettentheaters. Sie hat Schattenmarionetten für die Schlossmediale, Schweiz und Installationen für u.a. das Tempelhof Theaterfest und die Martinu Festtage, Basel gemacht. Sie tritt regelmäßig in Musiktheaterwerken auf, u. a. im Berliner Ensemble, bei der Münchener Biennale, im Radial System, Theater Basel. Sie hat das Musiktheater Duo Aside gegründet und ist Mitglied des Ensembles DieOrdnungDerDinge.


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Radio-Aktivität: Neue Musik im Rundfunk: Denken – Machen – Diskutieren

Einwöchiges Seminar in deutscher Sprache mit Bewerbung vorab

Das Seminar richtet sich an angehende, schon fortgeschrittene Radiomusikjournalist*innen, die ihre Arbeitstechniken und den Rundfunk weiterentwickeln wollen. Gemeinsam mit den Teil­nehmer*innen stellen Leonie Reineke (Südwestrundfunk) und Stefan Fricke (Hessischer Rundfunk) die Fragen: Was bringt das Radio der neuen Musik? Was bringt die neue Musik dem Radio? Und wie bringen wir beides auf eine Weise zusammen, die eine eigenständige, ansprechende und zukunftswei­sende Hör-Kunstform entstehen lässt?

In sieben Tagen bearbeiten wir verschiedene Aspekte, Probleme und (viel­leicht versteckte) Potenziale von neuer Musik im Rundfunk – in Hör-Sessions, in denen wir bestehende Formate unter die Lupe nehmen, in Gruppendiskussionen, die uns die Gelegenheit zum Austausch von Kenntnissen und gemeinsam entwickelten Ideen geben, und in verschiedenen praktischen Übungen. Ebenso gibt es die Gele­genheit zu Gesprächen mit Gästen aus dem Rundfunkbereich und anderen Feldern.

  • Wann: Sonntag, 19. Juli bis Samstag, 25. Juli 2020
  • Wo: Darmstadt
  • Dozent*innen: Leonie Reineke (SWR) & Stefan Fricke (HR)
  • Bewerbungsschluss: 30. April 2020
  • Kosten: 222,45€ Teilnahmegebühr (inkl. 7,45€ System- und Buchungsgebühr) sowie individuelle Verpflegung und Unterkunft (An allen Seminartagen können die Teilnehmer*innen die Veranstaltungen der Darmstädter Ferienkurse besuchen. Das Festivalprogramm erscheint im April.)
  • Veranstalter: Darmstädter Ferienkurse

Mehr Informationen hier.

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Curating Diversity Course with Julia Gerlach, Vigdis Jakobsdottir, Tarek Atoui, and Du Yun

Musiikin aika Time of Music

Was bedeutet es, Musik zu kuratieren in der Welt, in der wir heute leben? Was verbindet eine Arbeit oder Performance heute mit dem Publikum und wie reagieren wir Produzenten und Moderatoren auf die Ambitionen der Schöpfer? Wie können wir die Musikpräsentation überdenken, um verschiedene Gesellschaften und Gemeinschaften von heute besser zu reflektieren und mit ihnen in Resonanz zu treten? Sind moderne Kurator*innen verpflichtet, soziale Verantwortung zu übernehmen? Was sind die kuratorischen Konzepte und Methoden, die in anderen Kunstbereichen verwendet werden, von denen die Musikwelt lernen könnte?

  • Wann: 29th of June – 5th of July
  • Wo: Helsinki
  • Dozent*innen: Julia Gerlach, Vigdis Jakobsdottir, Tarek Atoui, and Du Yun
  • Bewerbungsschluss: 15. März 2020
  • Kosten: Course fee for active participants is 280 €. The fee includes participation in the course, open lessons and workshops, and free entrance to all of the festival concerts.
  • Veranstalter: Musiikin aika Time of Music

Mehr Informationen hier.

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Schreibwerkstatt: Schreiben über neue Musik

Zusammen mit Klangzeitort und positionen. Texte zur aktuellen Musik bietet field notes dieses Jahr erneut das Praxisseminar »Schreiben über neue Musik« an. Gegenstand dieser Einführung in das fundierte (journalistische) Schreiben ist die Abfassung von Kritiken zur Vorstellung des Musiktheaters in sechs Teilen »Once to be realised« nach Skizzen von Jani Christou mit Musik der Komponist*innen Beat Furrer, Barblina Meierhans, Olga Neuwirth, Samir Odeh-Tamimi, Younghi Pagh-Paan und Christian Wolff in der Tischlerei der Deutschen Oper.

Geübte Autor*innen können am Blog des Monats der zeitgenössischen Musik mitwirken und gelungene Texte in der Zeitschrift positionen veröffentlichen.

Der Kurs richtet sich primär an Studierende der UdK und HfM, ist aber offen für weitere Interessierte. Anmeldung unter contact [​at​] klangzeitort.de bis spätestens 19. April 2020.

  • Wann: Freitag, 24.04., Samstag, 13.06. und Sonntag, 14.06.2020, jeweils 10–17 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben
  • Aufführungsbesuch: »Once to be realised« Tischlerei der Deutschen Oper: 12.06.2020
  • Wo: HfM Hanns Eisler
  • Dozent*innen: Lisa Benjes, Prof. Dr. Stefan Drees, Andreas Engström und Dr. Irene Kletschke, Bastian Zimmermann
  • Anmeldeschluss: 19. April 2020 unter contact [​at​] klangzeitort.de
  • Kursgebühr: keine
  • Zielgruppe: Der Kurs richtet sich primär an Studierende der UdK und HfM, ist aber offen für weitere Interessierte.
  • Veranstalter: Kooperation von Klangzeitort, positionen und field notes